Dieser Artikel wurde maschinell aus dem koreanischen Original übersetzt. Lesen Sie das koreanische Original

01Prolog: Die Umkleidekabine ist keine Ausstellungshalle für Kriegstrophäen

Eine der bittersten Seiten des Golfsports ist, dass der Moment eines gelungenen Schlags nur von kurzer Dauer ist, während die Erinnerung an einen misslungenen Schlag ewig anhält. Deshalb feiern die meisten Golfer den Tag stillschweigend, indem sie sich nach einer Runde an einen der wenigen schönen Momente erinnern. Das ist völlig verständlich, und Club14 hat nicht die Absicht, dies zu kritisieren.

Das Problem ist, dass es unweigerlich einige gibt, deren Selbstbeweihräucherung nicht „leise“ endet. Sobald man nach einer Runde die Tür zur Umkleidekabine im Clubhaus öffnet, ertönt irgendwo eine raue Stimme: „Hast du das vorhin am achten Loch gesehen? Das war ein Kunstwerk!“ Ich habe das schon mehr als dreimal gehört – im Golfwagen, am Halfway House und auf dem 18. Grün. Und doch fängt es in diesem beengten Raum, wo ich mich umziehe, wieder von vorne an.

Wäre dies ein Werbemedium für einen großen Konzern, hätte man diese Szene vielleicht als „herzerwärmende After-Party leidenschaftlicher Golfer“ romantisiert. Aber haben Sie jemals die Gesichtsausdrücke der anwesenden Spielpartner gesehen? Sie senken womöglich die Köpfe, als würden sie sich die Schuhe binden, tun abgelenkt, während sie auf ihre Handys starren, oder stecken sich Kopfhörer in die Ohren, als könnten sie die Unterhaltung gar nicht hören. Club14 beschloss, diese unangenehme Stille nicht zu ignorieren. Heute ist es an der Zeit, die Psychologie dieser lauten Störenfriede in der Umkleidekabine genauer unter die Lupe zu nehmen.

02„Hast du das vorhin gesehen?“ : Endlosschleife mit Buddy-Highlights

Das auffälligste Merkmal dieser Art von Berichten ist, dass sie den einzigen gelungenen Schlag der Runde im Präsens beschreiben, als wäre er gerade erst passiert. Sie beginnen gelassen: „Ja, ich habe heute ein Birdie am achten Loch gespielt.“ Bis hierhin ist es ein ganz normaler Rundenrückblick.

Das Problem liegt im Folgenden. Es rekonstruiert in Zeitlupe die Flugbahn des Abschlags, die quälende Schlägerwahl für den zweiten Schlag, den Weg des Annäherungsschlags über den Bunker vor dem Grün und sogar den Moment, als der letzte Fünf-Meter-Putt im Loch verschwand. Man darf nicht nachlässig werden, nur weil diese Erzählung in der Umkleidekabine endete. Eine Zusammenfassung läuft noch einmal ab, während man die Schuhe anzieht, und noch einmal, während man zum Parkplatz geht.

In der Umkleidekabine
In der Umkleidekabine Photo by Jopwell on Pexels
Nein, ich meine, der Wind kam von links. Aber ich habe das berechnet und es leicht nach rechts verschoben.
Anonymer Kumpel

Die Tatsache, dass er an diesem Tag tatsächlich zwei Doppelbogeys und ein Out kassierte, wird in dieser Erzählung stillschweigend verschwiegen. Zwar neigt das menschliche Gedächtnis naturgemäß zu erheblichen Verzerrungen, doch eine so eklatante Highlight-Zusammenfassung ist in der Enge einer Umkleidekabine besonders schwer zu ertragen.

03Warum ausgerechnet die Umkleidekabine? Männer, deren Ego wächst, wenn sie sich ausziehen.

Das Interessante daran ist, dass dieses Prahlen in der Umkleidekabine noch ausgeprägter ist als auf dem Golfplatz. Auf dem Platz, wo man ja den nächsten Schlag ausführen muss, endet das Prahlen in einem einzigen Satz, aber in der Umkleidekabine herrscht Wartezeit, in der es nichts Besonderes zu tun gibt, während man sich umzieht. Für diejenigen, die diese Langeweile nicht ertragen können, wird die Umkleidekabine zur ultimativen Bühne.

Darüber hinaus ist die Umkleidekabine ein Ort, an dem männliche Golfer seltsamerweise ihre psychologischen Schutzmechanismen verlieren. Wird ihnen die soziale Würde entrissen, sobald sie ihre Hemden ausziehen und halbnackt dastehen? Selbst ein Abteilungsleiter, der im Büro normalerweise zurückhaltend ist, wirkt selbstbewusster und spricht lauter, sobald er auf der Bank in der Umkleidekabine Platz nimmt. Psychologisch betrachtet ist dies ein Moment, in dem die Hypothese „Entkleidung führt zu Enthemmung“ durchaus plausibel erscheint.

Hinzu kommt, dass Umkleideräume besonders hallig sind. Die Akustik des Raumes, umgeben von Fliesen und Metallspinden, verstärkt Stimmen. Man denkt vielleicht, man spricht nur mit der Person neben sich, aber man selbst merkt nicht, dass die eigene Stimme durch den gesamten Raum hallt.

04Die Hölle des Zuhörers: Die emotionale Arbeit des Zuhörers

sozialer Raum
sozialer Raum Photo by Kampus Production on Pexels

Das eigentliche Problem mit diesem Bösewicht ist nicht die Person selbst, sondern die emotionale Belastung für die Begleiter, die ihm zuhören müssen. Wer es zum ersten Mal hört, kann lächeln und zustimmend nicken. Ein einfaches „Oh, das ist ja toll!“ genügt. Hört man es jedoch drei oder vier Mal, sind die emotionalen Reserven erschöpft.

Noch problematischer ist die optische Täuschung, dass diese Geschichte den Eindruck erweckt, das gesamte Ergebnis widerzuspiegeln. Tatsächlich lag die Runde deutlich über 90, doch wenn man in der Umkleidekabine 30 Minuten lang immer wieder von einem einzigen Birdie hört, kann dies den Eindruck erwecken, man habe unter Par gespielt. Aus Sicht des Spielpartners besteht keine Pflicht, die Wahrheit zu korrigieren, doch ständiges Zustimmen führt zu Ermüdung.

Ja, das ist erstaunlich... obwohl ich das jetzt schon zum dritten Mal höre.
Anonymer Begleiter

Letztendlich packen bei solchen Treffen manche stillschweigend ihre Sachen und gehen frühzeitig, was dazu führt, dass immer weniger Leute eingeladen werden, in der nächsten Runde mitzuspielen. Ohne den Grund zu kennen, bereitet sich die betreffende Person darauf vor, nächste Woche in einer anderen Umkleidekabine erneut ihre Glanzleistung abzuliefern.

05Anmerkung der Redaktion

Ich verstehe den Wunsch, mit einem gelungenen Schlag anzugeben. Golf ist ein Sport, bei dem es so viele Momente gibt, in denen einfach nichts läuft, daher ist es völlig verständlich, diese seltenen Erfolgsmomente lange genießen zu wollen. Das Problem liegt in der Häufigkeit und dem Ausmaß der Wiederholung. Spricht man einmal kurz darüber und geht dann zum nächsten Thema über, bleibt das Birdie eine schöne Erinnerung. Sobald es aber drei oder vier Mal wiederholt wird, wird es zum Gespött der Mitspieler, die sich fragen: „Wird er heute schon wieder darüber reden?“

Wenn Sie mit Ihrem Schlag wirklich zufrieden waren, genügt es, noch am selben Abend ein Foto Ihrer Scorekarte per KakaoTalk an Ihren Partner oder einen guten Freund zu schicken, anstatt es an die gesamte Umkleidekabine zu senden. Eine einzige Reaktion Ihrer Spielpartner reicht völlig aus. In der nächsten Ausgabe von [Golf Room Essay] berichtet Club14 über ein weiteres Ärgernis bei Trinkgelagen im Clubhaus: Leute, die schon nach drei Gläsern Makgeolli betrunken sind.

#EDIT #Umkleideraum#Manieren#Prahlerei#Schurke
Pro Jung
Pro Jung · Lesson Pro · Chefredakteur von Club14
Jung Woo-jin Pro. Chefredakteur von Club14 und Autor der LAB Secret Note-Serie.