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01Prolog: Die Hälfte der Greenfee aus der Werbung, das Doppelte der Kreditkartenabrechnung

Jeden Winter prangt ein Slogan auf den Katalogen von Reisebüros und den Bannern von Golfclubs: „Halber Preis für Greenfees für Inlandsgolfer“ und „Wie viel kostet ein 4-Tage-Paket mit 3 Übernachtungen und 3 Golfrunden?“ Golfdestinationen in Südostasien wie Da Nang in Vietnam, Chiang Mai in Thailand und Cebu auf den Philippinen sind äußerst attraktive Märkte, die jeden Winter einheimische Golfer anlocken, da sie die Möglichkeit bieten, international anerkannte Golfplätze zu erschwinglichen Preisen zu genießen.

Die Region um Da Nang hat sich bereits als dicht besiedeltes Gebiet mit Golfplätzen von internationalem Standard etabliert und trägt den Beinamen „Golfküste“. Auch Chiang Mai verfügt über eine hervorragende Golfinfrastruktur und ist jedes Jahr Austragungsort großer Golffestivals. Es gibt absolut keinen Grund, an der Qualität der Golfplätze oder der Attraktivität der Reiseziele zu zweifeln.

Das Problem ist nicht der Golfplatz selbst, sondern die extrem günstigen Reiseangebote, die sogenannten „Drei-Farben-Pakete“, mit denen Golfer dorthin gebracht werden. In Golf-Foren häufen sich Berichte, wonach diese Pakete, die Flüge, Unterkunft und Golfrunden zu drastisch reduzierten Preisen bündeln, bei der Ankunft am Zielort unerwartet hohe Rechnungen präsentieren.

Club14 untersucht die Struktur des Falls und warum die Bewertungen von Golfern, die auf der Suche nach Kosteneffizienz nach Südostasien reisten, nach ihrer Rückkehr oft bittere Geschichten über Vermögensverwaltung erzählen.

02Die Greenfee ist nur ein Lockangebot; Gebühren für Golfwagen und Caddie sind separat zu entrichten.

Die erste Falle bei Billigangeboten ist die Formulierung „Greenfee inklusive“ in der Werbung. In vielen Bewertungen wird bemängelt, dass der angegebene Preis nur die Greenfee umfasst und Gebühren für Golfcart, Caddie und Leihschläger separat berechnet werden; diese Tatsachen stellten sich oft erst bei der Ankunft auf dem Golfplatz heraus.

Ich habe mich nur nach dem Pauschalpreis gerichtet, aber als ich die Kosten für Golfwagen und Caddie zusammenrechnete, war es letztendlich ungefähr genauso teuer wie in Korea. Die Trinkgeldkultur für Caddies ist hier auch anders, deshalb war ich etwas verunsichert und wusste nicht, wie viel ich geben sollte.
Anonymer Golfreise-Rezensent
Resorts in Südostasien
Resorts in Südostasien Photo by Vladyslav Dushenkovsky on Pexels

Zudem ist bei den meisten lokalen Golfplätzen die Zuteilung eines Caddys vorgeschrieben, die Gebühren dafür variieren jedoch stark je nach Land und Golfplatz. Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen den von Reisebüros angegebenen „geschätzten Trinkgeldern“ und den tatsächlichen Gepflogenheiten vor Ort. Dies führt dazu, dass zahlreiche Teilnehmer in Schwierigkeiten geraten sind, weil sie nicht genügend Bargeld dabeihaben konnten.

Dies ist nicht nur ein unbestätigtes Gerücht, sondern ein weit verbreitetes Muster, das in verschiedenen Reiseforen immer wieder erwähnt wird. Auch wenn es nicht auf vollständig verifizierten Statistiken basiert, ist es eine Vorsichtsmaßnahme, die nicht schadet. Daher empfehle ich Ihnen, vor Ihrer Abreise bei Ihrem Reisebüro eine schriftliche Liste der „zusätzlichen Kosten zu den Greenfees“ anzufordern. Sollten Sie nur vage mündlich informiert werden, haben Sie später keine Möglichkeit, Einspruch einzulegen.

03Unterkunfts-Upgrades, Mietclubs und der erzwungene Verkauf von Optionen unter dem Namen „optionale Ausflüge“

Die zweite Schwierigkeit liegt in der Kategorie der im Paket enthaltenen Unterkünfte oder Ausstattung. In Bewertungen wird häufig eine Diskrepanz zwischen den glamourösen Bildern des Resorts in der Werbung und der tatsächlich zugewiesenen Zimmerkategorie bemängelt. Ein Beispiel hierfür ist, wenn Gästen erst beim Check-in vor Ort mitgeteilt wird, dass „Zimmer-Upgrades eine zusätzliche Zahlung erfordern“.

Golfer, die sich vor Ort Schläger ausleihen möchten, anstatt ihre eigenen mitzubringen, sollten beachten, dass die Leihgebühren oft separat berechnet werden. Es gibt zudem Berichte von Golfern, die während ihrer Runde Schwierigkeiten hatten, weil sie Schläger mit Spezifikationen erhielten, die nicht zu ihrem Schwung passten, nachdem sie diese in Eile vor Ort ausgeliehen hatten.

Am problematischsten sind die optionalen Programme, die unter dem Deckmantel „optionaler Ausflüge“ versteckt werden. Obwohl Reisende darüber informiert werden, dass Angebote wie Massagen, Nachtmarktbesuche und Abendessen in lokalen Restaurants nicht verpflichtend sind, gibt es zahlreiche Berichte darüber, dass die Reiseleiter vor Ort sie tatsächlich zur Teilnahme drängen. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Reiseplan oft so gestaltet ist, dass man in der verbleibenden Zeit nichts Besonderes zu tun hat, wenn man die Teilnahme ablehnt.

Diese Praxis, Zusatzkäufe zu erzwingen, ist ein chronisches Problem, das in der gesamten Billigreisebranche seit Langem kritisiert wird – kein Problem der Golfplätze selbst oder der lokalen Golfbranche. Ich möchte klarstellen, dass dies nicht bedeutet, dass die renommierten Golfplätze in Da Nang oder Chiang Mai solche Marketingtaktiken anwenden. Das Problem liegt allein in der Vertriebsstruktur der Billigangebote, die die Kunden zu diesen Golfplätzen bringt.

Golfreise
Golfreise Photo by Sebastian Luna on Pexels

04Wenn Sie dennoch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erzielen möchten: Was Sie als Nächstes ausprobieren sollten

Man muss Golfreisen nach Südostasien jedoch nicht gleich aufgeben. Im Gegenteil: Bei guter Vorbereitung berichten zahlreiche Golfer von Runden auf international anerkannten Plätzen, die deutlich günstiger als in Korea waren. Es gibt einige Möglichkeiten, Fallstricke zu vermeiden.

Zunächst sollten Sie sich vor der Buchung vom Reisebüro eine schriftliche Liste der inkludierten und separat zu zahlenden Leistungen nach Kategorien ausstellen lassen (KakaoTalk-Nachrichten dienen ebenfalls als Nachweis). Zweitens: Informieren Sie sich vorab anhand von Erfahrungsberichten in der Community über die ortsüblichen Preise für Caddie und Golfcart und halten Sie ausreichend Bargeld bereit. Drittens: Teilen Sie vor Reiseantritt deutlich mit, dass Sie nicht an optionalen Ausflügen teilnehmen möchten und bitten Sie darum, diese aus dem Reiseplan zu streichen.

Diese Methoden können zwar nicht alle Fallstricke vollständig ausschließen. Da es sich jedoch um eine Vorsichtsmaßnahme handelt, bei der Sie nichts zu verlieren haben, verringert eine gute Vorbereitung die Wahrscheinlichkeit, vor Ort in Stress zu geraten, erheblich. Sollten Ihnen dennoch unerwartete Zusatzkosten berechnet werden, zahlen Sie nicht sofort; stattdessen sollten Sie sich umgehend mit der Ihnen zuvor mitgeteilten Information an den Vertreter des Reisebüros wenden und Einspruch erheben.

05Anmerkung der Redaktion

Der Begriff „gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“ birgt keine grundsätzliche Falle. Die Falle liegt vielmehr in bestimmten Vertriebsstrukturen, die mit diesem Begriff werben, während sie im Hintergrund stillschweigend die Zahlen analysieren. Die Golfplätze in Da Nang und Chiang Mai sind nach wie vor so exzellent, dass sie ihren Preis wert sind, und mit der richtigen Vorbereitung findet man im Winter nur selten ein so gutes Golfreiseziel.

Letztendlich ist die Lösung einfach. Anstatt aufgrund einer einzelnen Zahl in der Werbung auf den Zahlungsbutton zu klicken, sollten Sie sich die Mühe machen, die detaillierte Liste der enthaltenen Artikel Zeile für Zeile durchzulesen. Nur so vermeiden Sie, nach Ihrer Heimkehr frustriert auf die Kreditkartenabrechnung zu blicken.

Damit endet die Reisewarnung für [OFF THE FIELD]. In der nächsten Ausgabe kehrt Club14 in den heimischen Markt zurück, um die bittere Geschichte rund um den Mitgliedschaftsmarkt aufzudecken.

#EDIT #Golftour im Ausland#Golf in Südostasien#Pauschalreisen#Versteckte Kosten
Pro Jung
Pro Jung · Lesson Pro · Chefredakteur von Club14
Jung Woo-jin Pro. Chefredakteur von Club14 und Autor der LAB Secret Note-Serie.