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01Prolog: 300.000 Pfund für eine Greenfee am Wochenende – aber ist das der richtige Rasen?
Ein Golfer, der anruft, um sich nach einer Reservierung für Samstagmorgen zu erkundigen, ist beim Hören der Greenfee einen Moment lang sprachlos. „300.000 Won pro Person zur Hauptspielzeit am Wochenende.“ Rechnet man dann noch Caddy-Gebühren, Cart-Gebühren und Verpflegungskosten hinzu, überrascht es nicht mehr, dass man für eine einzige Runde fast 400.000 Won ausgibt. Bedenkt man jedoch, dass die Greenfees auf öffentlichen Golfplätzen vor wenigen Jahren noch halb so hoch waren, entfährt diesem steilen Preisanstieg ein Seufzer.
Doch sobald man den Platz betritt, gibt es so einige Momente, die einen ratlos zurücklassen. Nicht aufgefüllte Divots liegen verstreut auf den Fairways, und von allen Seiten wird beklagt, dass die Grüns nicht mehr so schnell sind wie früher. In Golfforen liest man immer wieder, dass das Rough uneben ist und der Bunkersand verklumpt, sodass man tief einsinkt. Immer mehr Golfer haben den Eindruck, dass die Platzbedingungen trotz deutlich höherer Preise schlechter sind als zuvor.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Kalkulationen einiger großer Golfplatzbetreiber hinter dieser wachsenden Kluft stehen. Sie nutzen die Situation aus, in der Reservierungen aufgrund des explosionsartigen Wachstums der Golferzahlen knapp geworden sind, und haben die Greenfees jedes Jahr erhöht, während sie gleichzeitig den Personalaufwand und die Kosten für die Platzpflege reduziert haben.
Traditionelle Golfmedien, die ohne Werbung und Sponsoring von Golfplätzen keine Einnahmen erzielen können, ignorieren diese unbequeme Wahrheit. Club14 geht jedoch einen anderen Weg. Heute beleuchten wir schonungslos die undurchsichtige Betriebsstruktur der heimischen Golfplätze, die die Ära der Greenfees von 300.000 Won erst ermöglicht hat.
02Die Greenfees steigen jedes Jahr, aber wo sind die Wartungsgebühren geblieben?
Der rasante Anstieg der Golfbegeisterung in den letzten Jahren hat den öffentlichen Golfplätzen in Korea einen beispiellosen Boom beschert. Die Zeiten, in denen man um Reservierungen kämpfen musste, sind vorbei; heute herrscht ein regelrechter Buchungswettbewerb, nicht nur an Wochenenden, sondern auch unter der Woche zu den Hauptspielzeiten. Die Golfplätze selbst lassen sich diese Entwicklung, bei der die Nachfrage das Angebot übersteigt, natürlich nicht entgehen. Insbesondere die Greenfees sind jedes Jahr unter verschiedenen Vorwänden stetig gestiegen, beispielsweise durch Aufpreise für frühe Morgen- oder späte Abendrunden und Sonderpreise in der Hochsaison.
Das Problem, so wird betont, besteht darin, dass die gestiegenen Einnahmen oft nicht in Investitionen in die Platzpflege fließen. Online-Bewertungen enthalten immer wieder Beschwerden von Golfern über reduziertes Pflegepersonal, das aus Kostengründen vernachlässigt wird, anstatt mehr Greenkeeper einzustellen, die den Zustand des Rasens beurteilen. Kritisiert wird auch die unzureichende Ausstattung mit Sandeimern zur Ausbesserung von Pitchgabeln und Werkzeugen zur Ballmarkenreparatur. Darüber hinaus wird angemerkt, dass die engere Planung der Teams zur Erhöhung der Fluktuation zu zu wenig Ruhezeit für die Pflege der Grüns führt.
03Vom Mitgliederbereich zur Öffentlichkeit – eine operative Struktur, die sich in ein Zahlenspiel verwandelt hat
Der Trend, dass einige große Golfplatzbetreiber bestehende Mitgliedschaftsanlagen aufkaufen und in öffentliche Anlagen umwandeln, gilt als einer der Hauptgründe für diese Kontroverse. Im Mitgliedschaftssystem dienten die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und regelmäßigen Gebühren als Finanzierungsquellen für die Platzpflege. Die Umwandlung in ein öffentliches System beseitigt diese Struktur, sodass der Platz nun ausschließlich auf Greenfee-Einnahmen pro Runde angewiesen ist. Kritiker bemängeln daher, dass für den Golfplatz die wichtigste Kennzahl für den Umsatz zur Frage wird, wie viele Teams pro Tag gespielt werden können. Der operative Fokus verschiebt sich somit von der sorgfältigen Instandhaltung des Platzes hin zur Maximierung des Umsatzes.
Ein weiterer Streitpunkt ist, dass es Fälle gibt, in denen Clubs nach der Umstellung auf ein öffentliches Zugangssystem Steuervorteile genießen, ihre Gebühren aber auf einem ähnlichen oder sogar höheren Niveau als zu Zeiten der Mitgliedschaft ansetzen. Die Kritiker argumentieren, dass zwar die Steuerbelastung sinkt und die Einnahmen gleich bleiben oder sogar steigen, die Kosten für die Platzpflege jedoch relativ gesunken sind.
04Während die Golfer Verluste erleiden, wird die Reservierungsstruktur robuster.
Ein noch größeres Problem ist, dass Golfern nicht einmal ein geeigneter Weg zur Beschwerde gegen diese Situation offensteht. Kritiker weisen darauf hin, dass sich durch die Konzentration der Reservierungen auf wenige große Betreiber eine Struktur verfestigt, in der es selbst bei Unzufriedenheit mit dem Zustand des Platzes schwierig ist, Alternativen zu finden. Da Golfplätze ohne jeglichen Bedarf eine Machtposition einnehmen – sie gelten als „überlegen“ statt als „unterlegen“ –, wird es zunehmend schwieriger, einen positiven Kreislauf zu erwarten, in dem Kundenbeschwerden zu tatsächlichen Verbesserungen im Platzmanagement führen.
05Wenn Sie für Rasen bezahlen, sollten Sie ihn auch in Form von Rasen zurückbekommen.
Eine Greenfee von 300.000 Won ist keine Kleinigkeit. Dieser Betrag sollte selbstverständlich die dichten Fairways, die bestens gepflegten Grüns und die sorgfältig instand gehaltenen Bunker umfassen. Wenn der Preis dem eines renommierten Golfplatzes entspricht, die Instandhaltung aber mangelhaft ist, trägt nicht der Betreiber die Verantwortung für diese Diskrepanz.
Was man jetzt tun kann, ist ganz einfach: Nach einer Runde ehrliche Bewertungen über den Zustand des Platzes abgeben und Golfplätze auswählen, die durchgehend gut gepflegt sind. Erst wenn sich die Stimmen der Verbraucher häufen, werden in diesem verzerrten System der Profitgier endlich Risse sichtbar. Club14 setzt seine scharfe Kritik in der nächsten Ausgabe fort.

