Dieser Artikel wurde maschinell aus dem koreanischen Original übersetzt. Lesen Sie das koreanische Original

01Prolog: 18 Löcher, ein Golfwagen für vier Personen und eine Visitenkarte

An einem Wochenende treffen sich um 7 Uhr morgens vier Männer mittleren Alters in der Lobby des Clubhauses zu ihrer geplanten Startzeit. Noch bevor sie sich nach ihren Handicaps erkundigen, kennen sie bereits die Firmennamen, Berufsbezeichnungen und aktuellen Umsatzzahlen der anderen auswendig. Sobald die Runde beginnt, wird im Golfwagen heißer verhandelt als auf dem Fairway.

Zumindest in Korea trifft die Aussage, Golf sei eine „Erweiterung des Geschäftslebens“, voll und ganz zu. Wie weit diese Erweiterung reicht, lässt sich schon an den Stapeln von Visitenkarten unter dem Sitz des Golfcarts und den Zahlen auf den Scorekarten erkennen. Heute beobachten wir, wie sich der „Austausch von Visitenkarten“ und das „Angeben mit den Ergebnissen“ in diesem beengten Cart ergänzen und so das Doppelleben von Golfern mittleren Alters vervollständigen.

02Visitenkartenaustausch im Einkaufswagen: Statt eines Händedrucks wird ein einzelnes Blatt Papier überreicht.

Sobald Sie Ihren Abschlag am ersten Loch beendet haben und in den Golfwagen steigen, erhalten Sie nicht etwa einen Driver, sondern die Visitenkarte Ihres Gegenübers. Begleitet von der Begrüßung „Herr Präsident, sind Ihre Quartalsergebnisse zufriedenstellend?“, gilt diese dicke Visitenkarte als Zeichen des Vertrauens, stärker als ein Schnürsenkel beim Golfen.

Wer auf dem Golfplatz keine Visitenkarten austauscht, für den ist die Runde nur Sport. Geschäfte beginnen im Golfwagen.
Geschäftsführer eines mittelständischen Bauunternehmens in Gangnam
Ein Stapel Visitenkarten auf dem Einkaufswagen
Ein Stapel Visitenkarten auf dem Einkaufswagen Photo by Kindel Media on Pexels

Auf der Rückseite von Visitenkarten findet man oft die Mitgliedsnummer des Golfclubs, den bevorzugten Club und sogar die Lieblingsmarke für Single Malt Whisky. Visitenkarten mit solchen persönlichen Vorlieben führen natürlich zu Versprechen während der Golfrunde, wie zum Beispiel: „Wenn du an diesem Loch ein Birdie schaffst, lade ich dich auf einen Drink ein.“ So ist der Golfwagen am Ende mit Visitenkarten und Getränkeversprechen statt mit Verträgen gefüllt.

03Zahlen auf der Anzeigetafel und die Ästhetik der Heuchelei

Sobald die Visitenkarten ausgetauscht sind, wandert der Blick unweigerlich zur Scorekarte. Die stolz notierten Zahlen, wie etwa „Ich habe auf diesem Par-4-Loch mit zwei Putts Par gerettet“, sind nicht bloß eine Aufzeichnung der Schläge. Sie sind die Selbstbestätigung eines Mannes mittleren Alters, dass er „noch jung“ und „noch gesund“ ist.

Insbesondere die Nachricht, dass ein Fahrer die 250-Meter-Marke überschritten hat, löst im Golfwagen lautesten Jubel aus. Die Mitspieler applaudieren und rufen: „Chef, deine heutige Schlagweite ist unglaublich!“, woraufhin sofort ein Geschäftsabschluss erfolgt: „Dann lass uns nächste Woche mit dem Projekt weitermachen.“ Punkte bedeuten Vertrauen, und Schlagweite bedeutet Macht.

Wenn ich die 260-Meter-Marke erreiche, fühlt es sich an, als hätte ich einen weiteren Vertrag für den Tag in der Tasche. Denn die Zahlen geben mir Kraft.
CEO eines Risikokapitalunternehmens, alleinstehender Golfer
Zahlen auf der Scorecard
Zahlen auf der Scorecard Photo by Mikhail Nilov on Pexels

04Anmerkung der Redaktion: Sobald Sie aus dem Wagen steigen, beginnt das eigentliche Spiel.

Wenn Sie aus dem Golfwagen steigen und sich in die Clubhaus-Lounge begeben, dienen die Visitenkarte und die Scorekarte in Ihrer Hand als Beleg für Ihre Leistung des Tages. Doch was wirklich zählt, ist, wie aufrichtig diese Visitenkarten nach der Runde wirken. Sind die prahlerischen Reden über die Schlagweiten und der Kartentausch vorbei, bleiben nur noch gegenseitige Blicke und Versprechen.

Ein wahrer Business-Golfer ist nicht jemand, der Visitenkarten aus dem Golfwagen verteilt, sondern jemand, der auch nach der Runde noch Anrufe entgegennimmt, etwas trinken geht und Verträge prüft. Lassen wir uns nicht von den schillernden Zahlen und einem einzelnen Blatt Papier im Wagen blenden, sondern bereiten wir uns auf den „wahren Schwung“ vor, sobald wir das Grün verlassen. In der nächsten Ausgabe beleuchten wir die geheimen Preisabsprachen bei Golfclub-Mitgliedschaften und die dahinter verborgenen Machtstrukturen. Wir wünschen unseren Lesern ein würdevolles Golfwagenleben.

#EDIT #Warenkorb#Geschäft#Visitenkarte#Bluff
Pro Jung
Pro Jung · Lesson Pro · Chefredakteur von Club14
Jung Woo-jin Pro. Chefredakteur von Club14 und Autor der LAB Secret Note-Serie.