Dieser Artikel wurde maschinell aus dem koreanischen Original übersetzt. Lesen Sie das koreanische Original

01Prolog: Identitätsprüfung mit einem einzigen Profilbild abgeschlossen

Am Montagmorgen wechseln die Profilbilder im Gruppenchat der Firma nacheinander. Wo gestern noch ein Foto eines Hundes zu sehen war, prangt heute ein Bild von jemandem, der von hinten mit Sonnenbrille vor einem sattgrünen Fairway einen Driver schwingt. Es gibt keine besondere Erklärung. Nur ein einzelnes Foto. Doch beim Anblick dieses Bildes brennt sich sofort eine Information in die Köpfe der Kollegen ein: „Ah, diese Person spielt Golf. Und zwar ziemlich oft.“

Auch wenn es niemand laut ausspricht: In der südkoreanischen Arbeitswelt wird der soziale Status einer Person subtil neu bewertet, sobald ihr KakaoTalk-Profilbild auf einen Golfplatzhintergrund geändert wird. Golf ist längst mehr als nur ein Hobby und hat sich zu einem Identitätsmerkmal entwickelt, das ohne Worte vermittelt wird.

Obwohl Statistiken von fünf Millionen Golfern sprechen, ist es längst ein Running Gag, dass viele Golfer mehr Wert auf die Bildkomposition als auf ihr Ergebnis legen. Unter Caddies ist es ein offenes Geheimnis, dass immer mehr Menschen den perfekten Winkel für ein Foto finden, selbst wenn ihr Schwung unbeholfen ist, und die ihr Smartphone während der gesamten Runde nicht aus der Hand legen.

Die traditionellen Medien, die von Sponsoring und Werbung für Golfausrüstung besessen sind, verschweigen diese bittere Schattenseite. Denn sie müssen Golf glorifizieren, um Werbeeinnahmen zu sichern. Club14 schweigt jedoch nicht. Heute beleuchten wir, wie Golf in Südkorea zu einem „Mittel zur Demonstration von Reichtum und sozialer Klasse“ verkommen ist, und untersuchen das bittere Selbstbild, das sich hinter einem einzigen KakaoTalk-Profilbild verbirgt.

02Die Grammatik des Teekisten-Beweisfotos – Sorgfältig inszeniert, getarnt als Natürlichkeit

Zusammen mit der Landschaft
Zusammen mit der Landschaft Photo by Luka Franzi on Pexels

Ein kurzer Blick in die sozialen Medien zeigt, dass es eine überraschend ausgeklügelte Formel für Golfplatz-Selfies gibt. Im Hintergrund muss ein weitläufiges Fairway oder eine ferne Bergkette zu sehen sein, und der Driver oder das Eisen in der Hand sollte idealerweise das neueste Modell der Saison sein. Auch die richtige Winkelwahl, sodass das Markenlogo auf der Golftasche dezent, aber dennoch deutlich im Bild erscheint, ist unerlässlich.

Spielpartner berichten, dass diese Fotos zwar meist so präsentiert werden, als seien sie „beiläufig“ entstanden, tatsächlich aber oft das Ergebnis mehrerer Wiederholungen sind, um das beste Bild auszuwählen. Mit dem Aufstieg von Golf-Content durch Influencer ist auch ein deutlicher Anstieg von Hobbygolfern zu beobachten, die diesen Inszenierungsstil nachahmen.

Die Tatsache, dass selbst an Tagen mit miserablen Ergebnissen ausnahmslos Beweisfotos hochgeladen werden, zeigt das Wesen dieser Kultur. Denn was zählt, ist nicht, „wie gut man gespielt hat“, sondern „wie entspannt und vergnügt man wirkt“.

03Man kann auch ohne Mitgliedschaft ein „Level“ erstellen – Tricks, die auf öffentlichen Festivals vorgeführt werden.

Mitgliedschaften in renommierten Privatclubs sind nach wie vor kostspielige Güter, die nur wenigen Auserwählten zugänglich sind. Es ist jedoch allgemein bekannt, dass eine Mitgliedschaft nicht unbedingt erforderlich ist, um mit wenigen Fotos einen gewissen Status zu vermitteln. Denn wählt man gezielt Löcher aus, die sich gut fotografieren lassen, oder öffentliche Golfplätze mit spektakulärer Landschaftsgestaltung, fällt es den Betrachtern schwer zu erkennen, ob es sich um einen privaten oder öffentlichen Platz handelt.

Dieser subtile Nervenkrieg setzt sich auf Golf-Beitrittsplattformen und in Club-Recruiting-Beiträgen fort. In entsprechenden Communities wird häufig darüber gesprochen, dass immer noch eine Kultur herrscht, in der der „Status“ eines Partners subtil beurteilt und die Entscheidung für oder gegen einen Beitritt allein auf dem Golfplatzhintergrund, der Clubmarke und dem Golfbekleidungsstil im Profilbild basiert.

04Warum ausgerechnet Golf? – Das effizienteste Mittel, um Klasse zu demonstrieren

Profilbild
Profilbild Photo by Bennie Lukas Bester on Pexels

Warum also ist ausgerechnet Golf zu einem so effektiven Mittel geworden, um anzugeben? Der Grund liegt auf der Hand. Die Eintrittsbarriere selbst wirkt wie ein Filter. Rechnet man die Kosten für Greenfee, Cart, Caddie sowie Ausrüstung und Kleidung zusammen, kostet eine einzige Runde mindestens mehrere hunderttausend Won. Wer es sich leisten kann, an einem Wochentag tagsüber auf den Golfplatz zu gehen, beweist damit Freizeit, und wer sich diese Ausgaben leisten kann, beweist damit finanzielle Stärke.

Einfache Möglichkeiten zur Selbstdarstellung wie soziale Medien und KakaoTalk-Profile haben diesen Trend befeuert. Luxustaschen oder ausländische Autos kann man zwar nicht jeden Tag mit sich herumtragen oder ständig in den sozialen Medien präsentieren, doch Golf bietet eine legitime und natürliche Bühne für Angeberei, die jedes Wochenende wiederholt wird. Da es als „Hobby“ gerechtfertigt wird, wirkt es nicht wie plumpe Prahlerei, was als Grund für das langjährige Überleben dieser Kultur angeführt wird.

05Anmerkung der Redaktion – Auf der Suche nach Golf jenseits der Fotos

Natürlich ändert nicht jeder sein Profilbild aus Geltungsdrang. Es ist verständlich, ein Hobby, das einem Freude bereitet, gerne mit anderen zu teilen. Das Problem ist jedoch, dass immer mehr Menschen nur noch den Schein von Golfvergnügen wahren, anstatt den Sport selbst zu genießen. Dadurch schwindet die wahre Freude am Golfplatz.

Wie wäre es, wenn Sie während Ihrer nächsten Runde die Kamera einmal beiseitelegen und sich ganz auf Ihr Ergebnis und die Windrichtung auf dem Grün konzentrieren? Zwar gibt es kein Loch ohne Foto, doch eine Runde, die nur in Bildern festgehalten ist, hinterlässt letztendlich nichts.

In der nächsten Ausgabe von [Off the Field] kehren wir mit dem Artikel „Es ist nicht die Schuld des Caddies, dass Sie kein Single schießen können“ zurück, der sich mit der verzerrten Struktur zwischen dem Betteln um Trinkgeld und dem Machtmissbrauch im Zusammenhang mit Caddie-Gebühren auseinandersetzt.

#EDIT #Golfflex#KakaoTalk-Profil#protzige Kultur#Golfbevölkerung
Pro Jung
Pro Jung · Lesson Pro · Chefredakteur von Club14
Jung Woo-jin Pro. Chefredakteur von Club14 und Autor der LAB Secret Note-Serie.