Dieser Artikel wurde maschinell aus dem koreanischen Original übersetzt. Lesen Sie das koreanische Original
01Prolog: Das perfekte Alibi für das 4-Spieler-Spiel
An Wochenendmorgen sind die Instagram-Feeds voll mit Fotos von saftig grünem Gras, strahlendem Sonnenschein und attraktiven Männern und Frauen in schicker Golfkleidung. Harmlose und positive Sätze füllen die Timeline, wie zum Beispiel: „Runde für heute beendet! Das Wetter war perfekt“ und „Dank meiner Spielpartner konnte ich während der gesamten Runde nicht aufhören zu grinsen.“
Doch wer einmal einen Fuß auf den Rasen eines koreanischen Golfplatzes gesetzt hat, weiß das alles. Er weiß, dass die Blicke und Gespräche, die auf diesen sattgrünen Fairways ausgetauscht werden, nicht immer ausschließlich von solch „reiner und unschuldiger Sportlichkeit“ geprägt sind.
Golf ist in Südkorea das perfekte Alibi für eine legale Affäre. Der Anblick einer Person, die an einem Wochenendmorgen mit einer großen Golftasche im Kofferraum das Haus verlässt, vermittelt das Bild eines „selbstbewussten Familienoberhaupts (oder einer Ehefrau), das seinem gesunden Hobby nachgeht“. Mit nur einem Satz wie „Ich muss früh los, weil ich früh morgens abschlage“ oder „Ich komme zu spät, wenn ich nach der Runde mit meinen Begleitern zu Abend esse“ erhält man legal über zehn Stunden Freizeit.
Ist Golf nicht außerdem eine Sportart, die unbedingt vier Spieler erfordert? Wenn man sich eine Ausrede einfallen lässt wie: „Schatz, ich spiele mit Herrn und Frau Kim“ oder „Ich habe mich diesmal mit Leuten aus dem Club verabredet“, verschwindet jeder Verdacht im Nu.
Doch hinter diesem perfekten Alibi, in jedem Winkel der tiefen Berge, wo die Golfcarts entlangfahren, spielt sich in Echtzeit ein „geheimes Spiel für Erwachsene“ ab, das die meisten Mainstream-Medien ignorieren und verschweigen. Es ist die Welt des „Sorting“, der heißeste Klatsch und das offene Geheimnis der Golfwelt.
02Ihr eigener Slang heißt „Sortieren“.
Während der Begriff „Sorting“ der breiten Öffentlichkeit, die nicht Golf spielt, vielleicht fremd ist, wird er in den sozialen Medien, Golfkreisen und -clubs als eine Art Geheimtipp verwendet. Abgeleitet vom englischen Wort „sorting“, das ursprünglich das Klassifizieren und Ordnen von Daten oder Objekten bedeutet, hat der Begriff in der Golfwelt eine völlig andere Bedeutung angenommen. Vereinfacht gesagt, bezeichnet er „das gezielte Planen von Golfrunden, um das Geschlechterverhältnis auszugleichen“, oder, etwas direkter ausgedrückt, „spontane Treffen und Partnerfindung durch Golf“.
Berichten zufolge erfolgt die Partnersuche recht organisiert und geheim. Geschlossene Golfgruppen oder offene KakaoTalk-Chaträume mit Tausenden von Mitgliedern gelten als Brutstätten. In entsprechenden Kreisen kursieren Gerüchte, dass an Einladungen wie „Schließe dich einer Gruppe von höflichen Männern und Frauen zwischen 30 und 40 Jahren an, die dieses Wochenende auf einem renommierten Golfplatz in der Gyeonggi-Region zusammenkommen“ bestimmte Bedingungen geknüpft sind.
Die Anforderungen an Männer sind klar: „Kann die Greenfee und die Cartgebühr vollständig übernehmen“, „Besitzer eines importierten Autos“ und „Gute Manieren sind ein Muss“. Die Anforderungen an Frauen hingegen sind ganz anders: „Mitte 30 oder jünger“, „Stilvoll“ und „Spielerinnen über 100 sind willkommen (Spielstärke irrelevant)“.
Es ist einhellige Meinung derer, die diese Kultur miterlebt haben, dass sich das Spielfeld in dem Moment, in dem diese ungewöhnliche Begegnung stattfindet, von einer Sportarena in einen riesigen gesellschaftlichen Treffpunkt im Freien und eine Bühne für explorative Manöver verwandelt. Männer kaufen sich eine geheime Golfrunde mit jungen und attraktiven Frauen, indem sie den vollen Preis bezahlen, während Frauen auf glamourösen, prestigeträchtigen Golfplätzen spielen, gut behandelt werden und keine hohen Greenfees zahlen müssen. Und während dieser 18-Loch-Runde beginnt im Golfwagen ein angespannter, unsichtbarer Kampf der Hormone.
03Tödliche Flirtversuche auf dem Fairway
Es ist nicht ungewöhnlich, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Golfplatzes Geschichten zu hören, dass man beim Beobachten von sich selbst sortierenden Runden oder Paaren, die eine Affäre haben, aus der Ferne mehrere charakteristische Verhaltensmuster beobachten kann, die sich deutlich von denen typischer Spielpartner unterscheiden.
Erstens gibt es Körperkontakt (Hautkontakt) unter dem Vorwand übermäßigen Unterrichts. Bei einem typischen Golftreffen ist es ein absolutes Tabu, dem Spielpartner leichtfertig Tipps zu seinem Schwung zu geben. Denn die Atmosphäre wird schnell unangenehm, wenn man Kommentare hört wie: „Hast du extra für eine Trainerstunde bezahlt?“
Doch auf dem Grün ändert sich die Geschichte für diejenigen mit anderen Zielen. Als die Frau ihren Abschlag in Panik zurückzieht, tritt der Mann von hinten heran, als hätte er auf diesen Moment gewartet. „Deine Schulterdrehung ist noch nicht ganz richtig. Lass mich den Ball für dich fangen.“ Er legt seine Arme um ihre Taille und Schultern, fast wie bei einer Umarmung, und seine Berührung verrät mehr als nur den Wunsch nach einer Lektion. Die Frau, scheinbar nicht verärgert, antwortet sanft: „Oh je, der Ball fliegt jetzt geradeaus, wo du ihn fängst.“
Zweitens ist da die Sitzordnung im Golfwagen. In einer typischen Runde sitzt der Spieler mit dem schlechtesten Score oder derjenige, der das Tempo vorgibt, neben dem Caddy, während die übrigen Spielpartner bequem im hinteren Teil des Wagens beisammensitzen.
Die Rücksitze der Golfcarts von Paaren, die sich gut verstehen, wirken wie Magneten, die sich nicht trennen lassen. Schon bei der kleinsten Erschütterung des Carts auf einem steilen Weg drücken sich ihre Körper unwillkürlich aneinander. Es ist in der Branche ein offenes Geheimnis, dass Szenen, in denen die Hand eines Mannes auf das Knie einer Frau gleitet oder eine Frau sich an die Schulter eines Mannes lehnt und in Lachen ausbricht, zu den „Höhepunkten“ gehören, die Caddies am liebsten in der Snackbar am Ende des Carts oder im Wartebereich am Abschlag beobachten. Es gibt sogar den Witz, dass erfahrene Caddies schon nach drei Löchern allein durch Beobachtung dieser Atmosphäre erahnen können, wie viel Trinkgeld das Paar heute bekommen wird oder ob es sich überhaupt um ein Ehepaar handelt.
04Warum ausgerechnet Golf? Geld, Zeit und der Wunsch nach Statussymbolen.
Warum also vertiefen sich so viele erwachsene Männer und Frauen so intensiv in die Welt des Golfsports und vernachlässigen dabei andere Hobbys? Die Antwort ist einfach: Der Zugang zum Golfsport erfüllt die Ansprüche und Bedürfnisse von Männern und Frauen gleichermaßen.
In der Welt der außerehelichen Affären und des Nachtlebens ist die Überprüfung der Identität des Gegenübers von größter Bedeutung. Niemand trifft sich unüberlegt mit irgendjemandem und riskiert, betrogen zu werden oder sich den Spaß verderben zu lassen, weil der soziale Status nicht passt. Golf übernimmt diesen Filterprozess quasi automatisch. Eine Runde am Wochenende kostet mindestens 400.000 bis 500.000 Won in bar, inklusive Greenfee, Cart- und Caddiegebühren sowie Verpflegung. Berücksichtigt man Ausrüstung und Kleidung, dient das Golfspielen selbst als gültiger Ausweis, der ein gewisses Maß an finanzieller Leistungsfähigkeit belegt.
Hinzu kommt die „Freizeit“. Ein Mann, der wochentags tagsüber das Stadtzentrum verlassen kann, um auf einem entspannten Golfplatz am Stadtrand zu erscheinen, ist höchstwahrscheinlich ein beruflich etablierter Mann ohne Arbeitsdruck, ein selbstständiger Unternehmer oder eine vermögende Person.
Auch Frauen können ihren Charme auf dem Golfplatz optimal zur Geltung bringen. Enge Golfkleidung und kurze Röcke, die die Figur betonen, wirken deutlich gewagter und provokativer als alltägliche Stadtkleidung. Männer stellen ihren wirtschaftlichen Einfluss und ihren sozialen Status zur Schau, während Frauen ihre Jugend und Schönheit als Waffen einsetzen und so auf dem Fairway, dem Laufsteg des Golfsports, ihre Karten gekonnt tauschen.
05Das 19. Loch, der Beginn des eigentlichen Spiels
Sobald man im Clubhaus aus der Dusche tritt, sind die offiziellen 18 Golflöcher beendet. Man sagt jedoch, dass für Paare beim Date und für diejenigen, die eine Affäre haben, das eigentliche Spiel erst beginnt. Dies ist die After-Party, die als das sogenannte „19. Loch“ bekannt ist.
Wenn man sich in ein abgelegenes, ruhiges koreanisches Rindfleischrestaurant oder ein Lokal mit gegrilltem Aal in der Nähe des Golfplatzes zurückzieht, heizt sich die Atmosphäre schnell auf, wenn sich das Adrenalin vom langen Abschlag tagsüber mit kaltem Bier und starkem Whisky vermischt. Ehe man sich versieht, weiten sich die viertelstündigen Gespräche vom Tag zu Diskussionen über persönliche Einsamkeit, subtile Klagen über den Partner und offene Liebesbekundungen aus.
Wer diese Kultur kennt, berichtet, dass der Gastgeber, der die Paare zusammengebracht hat, diskret umherblickt und beiseite tritt, oder dass sich ein natürlicher Zeitpunkt ergibt, an dem sich die beiden Paare trennen. Der Anblick von Autos voller Golftaschen auf den Parkplätzen der Unterkünfte – die an Wochenendabenden rund um die Golfplatzknotenpunkte dicht bebaut und hell erleuchtet sind – untermauert diese Erzählungen.
06Anmerkung der Redaktion: Für Golfer, die sich auf dem trügerischen Grün verirrt haben.
Natürlich sind nicht alle Golfer so. Die große Mehrheit der Golfer liebt Golf nach wie vor als Sport, bei dem sie lange aufbleiben, um ihre Ergebnisse zu verbessern, sich jedes Wochenende um den Rasen kümmern und ehrlich schwitzen.
Solange Koreas einzigartige, verzerrte Golfkultur – eine bizarre Mischung aus Geld, Eitelkeit und sexueller Begierde – existiert, wird die geheime Welt hinter dem Golfwagen weiter wachsen. Für diejenigen, die sich unter dem Deckmantel des Sports gegenseitig befriedigen, ist die Flugbahn des Golfballs irrelevant. Ihr einziges Interesse gilt der heimlichen Distanz, die der Ball zurücklegt, um einander zu erreichen.
Auch heute Abend wird zweifellos wieder eine Golfband den Alarm auslösen: „Wochenend-Spieler gesucht – Herren und Damen, Chef mit guten Manieren und einem gut gefüllten Portemonnaie“. Wenn Ihr Mann oder Ihre Frau jedes Wochenende grinsend die Golftasche packt und das Wetter als Ausrede vorschiebt, sollten Sie vielleicht vermuten, dass es im Golfwagen wärmer ist als in den 14 Schlägern der Tasche.
Club14s scharfsinniger Blick geht in der nächsten Ausgabe weiter und enthüllt die ungeschminkte Wahrheit über koreanische Golfplätze, die herkömmliche Golfmagazine, besessen von Werbung und Sponsoring, niemals erfassen können. In der nächsten Folge kehren wir zurück mit der zaghaften und kläglichen Rebellion des Herausgebers gegen die skrupellose Profitgier der koreanischen Golfclubhäuser, mit dem Titel: „[Abseits des Platzes] 20.000 Won für eine Tasse Cappuccino? Der Grund, warum ich eine Whiskeyflasche in meiner Golftasche verstecke.“

